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Kurz vor 19 Uhr marschierte der deutsche
Vize-Meister und Bayerische Meister der
Spielmannszüge auf den Hof des Schlachthofes an
der Marienstraße - um Danke zu sagen. Und zwar
dem Mann, der durch seine Großzügigkeit diese
beiden Further “Institutionen“ zusammenbrachte.
Die Rede ist von Xaver Fischer. Als Further mit
Leib und Seele liegt ihm auch das
“Grenzfähnlein“ sehr am Herzen. “Die haben mir
schon aufgespielt, als ich Ritter war“, betonte
er stolz. Deshalb war für ihn klar, dass er
dieser erstklassigen Visitenkarte der Grenzstadt
kräftig unter die Arme greift, als er vom
größten Abenteuer des Spielmannszuges in dessen
Vereinsgeschichte hörte - der Fahrt nach New
York City.
Wie bereits mehrmals berichtet, fliegt das
“Grenzfähnlein“ am 15. September nach New York,
um dort bei der berühmten Steuben-Parade, dem
größten Fest der Deutschstämmigen in den USA,
auf der 5th Avenue mitzumarschieren. Da der
Musikzug nahezu 30 Kinder und Jugendliche
mitnimmt, musste man auf Sponsorensuche gehen,
um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.
Als Fischer davon hörte, war für ihn klar, dass
er helfen muss.
“Da passte es gerade gut, dass der
Fleischkonzern VION FKM heuer die Jugendarbeit
unterstützt“, erklärte er am Freitagabend. Mehr
zum Spaß machte er gegenüber
Spielmannszug-Vorstand Andreas Roder zur
Bedingung, dass das “Grenzfähnlein“ bei ihm
vorbeikommen, ein paar Stücke spielen und ihm
alles über das New-York-Projekt erzählen sollte.
Roder fackelte nicht lange und wandelte
kurzerhand die freitägliche Probe in ein kleines
Standkonzert für Xaver Fischer beim Schlachthof
um. Dieser wiederum ließ sich ebenfalls nicht
lumpen: Er übergab nicht nur einen Scheck in
stattlicher Höhe, sondern lud den kompletten Zug
noch zu einer Brotzeit ein.
Dabei erfuhr dann der Mann, dem der Further
Schlachthof seine Erfolgsgeschichte maßgeblich
zu verdanken hat, viele Details über das
bevorstehende “Grenzfähnlein“-Abenteuer New York
City. Xaver Fischer abschließend schmunzelnd:
“Ich war noch niemals in New York... aber ich
vergönn´es Euch, denn ihr habt schon so viel
geleistet!“ Text und Bild: Thomas Linsmeier |